Zahnimplantate – das sollten Sie über Implanate wissen …

Zahnimplantate werden Patienten empfohlen, die nach längerer Zahnlosigkeit wieder richtig kauen und zubeißen möchten oder die durch Prothesen bereits unter schmerzhaften Druckstellen leiden. Zumeist werden diese Personen von der Lebensqualität durch die Implantate überzeugt.

Der Unterschied zu klassischen Prothesen
Die herkömmlichen Prothesen und Brücken beschleifen die Nachbarzähne, deren gesunde Substanz leidet darunter. Es wird zwar eine Lücke geschlossen, aber nicht die Zahnwurzel ersetzt. Im Normalfall, bei gesunden Zähnen und auch bei Implantaten, wird der Knochen durch den Kaudruck zur Regenerierung stimuliert. Ohne diese Belastung findet im Laufe der Zeit eine fatale Knochenrückbildung statt. Auch schleimhautgetragene Prothesen verursachen diesen Effekt, es stellt sich Knochenschwund (Atrophie) ein. Die Prothese muss daher fortlaufend korrigiert werden, sie sitzt schlecht und beeinträchtigt die Lebensqualität. Aus diesem Grund lohnen sich Zahnimplantate. Ihr Einbringen ist freilich mit einem chirurgischen Eingriff verbunden, was zwar unter Narkose schmerzarm bis schmerzfrei geschieht, dennoch vielen Personen überlegenswert erscheint. Die Vorteile überwiegen jedoch.

Kosten der Zahnimplantate
Diese setzen sich zusammen aus den Kosten für den Implantologen, das Labor, die Materialien und die Computertomografie. Sämtliche Patienten möchten dies genau wissen, jeder Arzt kann die Kosten erst nach eingehender Diagnose beziffern, da Zahnimplantate auf verschiedenste Weise angebracht werden. So kann beispielsweise auch ein Implantat mehrere Zähne tragen. Die Knochenqualität spielt eine Rolle, auch die Zahl der Implantate, die innerhalb einer Behandlung gesetzt werden. Mehrere Implantate auf einmal zu setzen kann und wird Kosten senken. Knochen aufbauende Maßnahmen wiederum werden die Kosten erhöhen. Dennoch soll ein ungefähres Bild geliefert werden.

Ein Einzelimplantat für einen Seitenzahn kann zwischen 1.600 bis 2.500 Euro kosten, für einen Frontzahn zwischen 1.700 bis 3.000 Euro. Ein herausnehmbarer Zahnersatz auf zwei Implantaten (bei Zahnlosigkeit) kann 3.500 bis 4.800 Euro kosten, werden vier Implantate verwendet, erhöhen sich die Kosten entsprechend. Es können bei massivem Zahnverlust auch sämtliche Zähne mit Einzelimplantaten ersetzt werden, das wäre dann schon im fünfstelligen Kostenbereich zu beziffern. Die Kosten werden von privaten Kassen je nach Versicherungsbedingungen übernommen, es gibt Tarife zwischen 60 bis 100 Prozent Erstattung. Die GKV übernimmt gemäß der Fallpauschalen.
Wer in späteren Jahren Zahnverlust befürchtet – das ist durch Abgleich mit Eltern und Großeltern relativ gut zu prognostizieren – sollte gegebenenfalls eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Die Implantate können dann lebenslänglich halten.

Risiken?
Der Eingriff selbst ist schmerzfrei durch lokale Betäubung oder Vollnarkose, nach dem Eingriff sind die üblichen leichten, schnell abklingenden Beschwerden wie nach jeder Zahnbehandlung oder Operation zu erwarten. Bei guter Pflege gibt es später mit einem Zahnimplantat keine Probleme, moderne Implantate aus Titan oder Keramik werden auch nicht abgestoßen. Einzig während der Einheilungszeit gibt es seltene Fälle, in denen Implantate verloren gehen, aber nur bei falscher Belastung. Insgesamt liegt die Erfolgsquote bei Implantatbehandlungen beim Zahnarzt bei 98 Prozent.
 

 

 
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